26 Oct 2009

. [b]Uygurische Freiheitskämpferin: Rebiya Kadeer[/b] [img]http://www.forumamfreitag.zdf.de/ZDF/s_img/65/0,6752,5980609-render-O2-,00.jpg[/img] Sie gehört zu den angesehensten Menschen und auch Familien innerhalb der unterdrückten Uyguren und wurde verfolgt, inhaftiert, gefoltert, enteignet. Die chinesische Besatzungsmacht tat alles um diese Person mundtot zu machen. Fünf Jahre saß sie im Gefängnis weil sie als Abgeordnete des chinesischen Nationalen Volkskongresses das chinesische Unrecht an ihrem Volk anprangerte. Wohlgemerkt, Ost-Turkestan wird seit 1949 von der Volksrepublik China besetzt. Die Uyguren waren kein staatenloses Volk und sind auch keine Minderheit. Ihre Heimat wurde okkupiert, besetzt, deren Menschen gefoltert, massakriert und mittels der chinesischen Bevölkerungspolitik wurden fast 10 Millionen Chinesen in Dogu Türkistan fremd angesiedelt, so daß die Bevölkerungsstruktur 50% Uyguren und 50% Chinesen sind. Langfristig will die aggressive chinesische Unterdrückungspolitik sämtliche Uyguren assimilieren, und die, die sich nicht beugen, in die Gefängnisse stopfen, oder auch massakrieren, wie vor 10 Jahren, als über 200 Uyguren nach einer chinesischen Provokation massakriert worden. Hier ein Auszug aus dem [url=http://www.forumamfreitag.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,5557112,00.html][b]Mona Lisa – Magazin des ZDF[/b][/url], das über Rebiya Kadeer berichtet hatte: [b]Chinas Staatsfeindin Nummer eins[/b] Die uigurische Freiheitskämpferin kennt das Leben aus unterschiedlichen Perspektiven: von Flucht und Vertreibung aus ihrer Heimat Ostturkestan bis zum Aufstieg zur reichsten Unternehmerin Chinas und Abgeordneten des Nationalen Volkskongresses. Von Enteignung und jahrelanger Einzelhaft durch chinesische Machthaber, zum Leben im Exil in den USA. [b]Die Stimme der Uiguren[/b] Der Himmel habe Rebiya Kadeer geschickt, sagen die Menschen, die sie verehren. Nein, wehrt sie ab, sie sei nur eine kleine Ameise auf dem langen Weg von Asien nach Europa. Von der ehemaligen Provinz Ostturkestan im Nordwesten Chinas nach Deutschland, wo sie über das Schicksal ihrer Landsleute berichten möchte: `Mein größter Wunsch ist es, die Stimme meines Volkes zu sein, deren Trost, deren Weinen zu sein, deren Sorgen zu tragen und unsere Sorgen der Welt nahezubringen.` Ihr Volk habe viele Sorgen, sagt sie: Die chinesischen Machthaber wollten die Kultur und Identität der Uiguren, ihres Volks, vernichten. Immer wieder seien in den vergangenen Jahren Aufstände blutig niedergeschlagen worden. Kritiker Pekings würden gnadenlos verfolgt, gefoltert und getötet. Schon als junge Frau lehnte sie sich gegen die Unterdrückung auf: `Ich habe immer gesagt, ich will die Freiheit und dafür werde ich kämpfen. Aber die Leute haben mich ausgelacht und mich verhöhnt: `Wie willst du das schaffen, gar nichts wirst du schaffen, du erzählst Märchen.“ [b]Reichste Unternehmerin Chinas[/b] Einem Märchen gleicht zunächst auch ihr Leben: Geboren als Tochter eines Goldgräbers und aufgewachsen in Zeiten von Flucht und Vertreibung, eröffnet sie als junge Frau eine kleine Wäscherei in ihrer Heimat und steigt zur reichsten Unternehmerin Chinas auf. Zehn Kinder bringt sie auf die Welt. Rebiya hat Geld und Macht. Als Abgeordnete des Nationalen Volkskongresses prangert sie immer wieder die Unterdrückung der Uiguren an: `Das Wichtigste im Leben ist, dass man dafür kämpft, woran man glaubt.` Doch ihr Einsatz für die Freiheit wird bitter bestraft. Rebiya sitzt fünf Jahre im Gefängnis in Dunkelhaft und wird jeden Tag gefoltert: `Nach einiger Zeit war ich völlig orientierungslos. Sie haben zwei Jungs aus ihrer Zelle geholt, einer war am ganzen Körper blutverschmiert, der andere blutete am Kopf. Sie haben mir die beiden gezeigt und sagten, wie willst du die Uiguren schützen, wenn du dich selbst nicht retten kannst?` [b]Fünf Kinder als Faustpfand[/b] Ihre Freilassung verdankt Rebiya Kadeer Menschenrechtsorganisationen aus der ganzen Welt. Seit 2005 lebt sie mit einem Teil ihrer Familie in den USA. Fünf ihrer Kinder behielten die chinesischen Machthaber als Faustpfand, wie sie sagt, zwei Söhne sind in Haft, ihr Schicksal ist ungewiss: `Nachts tauchen immer wieder die Bilder der misshandelten Jungs aus der Haft auf und dann stelle ich mir vor, wie meine beiden geschlagen werden`, sagt Rebiya mit einem gequälten Lächeln, das ihren tiefen Schmerz verbergen soll. Doch bei aller Sorge um ihre Kinder, aufhören zu kämpfen, das kann die heute 59-Jährige nicht: `Ich versuche mich immer damit zu trösten, dass ich nicht die einzige Mutter bin, deren Kinder im Gefängnis sind, sondern dass Tausende Mütter um ihre Kinder bangen, und auch für sie muss ich kämpfen.` [b]Mitreißende Biografie[/b] [img]http://www.forumamfreitag.zdf.de/ZDF/s_img/56/0,6752,5980600-render-U3-,00.jpg[/img] Rebiya Kadeer hat ihr Leben aufgeschrieben. Die Autobiografie `Die Himmelsstürmerin` wurde im Literaturhaus München vorgestellt, vorgetragen von der Schauspielerin Ulrike Kriener: `Rabiya Kadeer ist mit ihrem Charme, ihrem Humor, ihrem Temperament und ihrer Leidenschaft eine Menschenfängerin im besten Sinne, und ich lasse mich liebend gerne von ihr einfangen.` Und damit würde schließlich Rebiyas größter Wunsch in Erfüllung gehen: dass sich die westliche Welt einfangen lässt, um sie in ihrem Kampf für ihr Volk zu unterstützen. TTK

Kategorie: Welt Zentralasien Turkrepubliken | Erstellt von: Maligne


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61 Responses to “Uigurische Freiheitskämpferin Rebiya Kadeer”

































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